Weizen? Macht dick und dumm. Zucker? Ein Gift. Gluten oder Glutamat? Klingt chemisch, ist also gefährlich. Als gesund gilt dagegen alles, wo "Bio" oder "- frei" draufsteht. Ängste und Vorurteile dieser Art haben Konjunktur. Dabei kann die Medizin meist nicht nachweisen, ob und für wen die Stoffe tatsächlich gesundheitsschädlich sind. Dennoch hat sich allein der Umsatz glutenfreier Produkte in den letzten Jahren vervielfacht, obwohl lediglich rund 0,1 Prozent der Bevölkerung an der durch Gluten ausgelösten Zöliakie erkranken.
Kann allein die Angst vor falscher Nahrung krank machen? Woher kommt diese Angst vieler Verbraucher? Wird richtiges Essen zum Religionsersatz?